„Ritt auf dem Drahtseil“

Sandro Wallenwein will den Hattrick im Saarland schaffen.
Am vergangenen Donnerstagabend erfolgte der Abschlusstest der Teams bei der 39. Auflage der ADAC Saarland-Rallye in Lebach. Tausende von Zuschauern erlebten die Veranstaltung unter Flutlicht. Am heutigen Abend um 19.30 Uhr starten 54 Fahrzeuge zum Dillinger Stadtrundkurs. Bei sonnigem Spätsommerwetter und Temperaturen von 25 Grad Celsius werden auch hier wieder rund 5.000 Zuschauer erwartet.
Vor dem Start äußerten sich die Teilnehmer zu der Veranstaltung:
Sandro Wallenwein (Stuttgart)
„Das wird wieder ein Ritt auf dem Drahtseil. Im letzten Jahr haben bis zum Schluss 3 Teams im Abstand von 3 Sekunden gelegen. Ich befürchte, dass es in diesem Jahr ähnlich wird. Wir werden von Beginn an versuchen, Bestzeiten zu fahren – und dürfen uns dabei keine Fehler erlauben. Es wird sicherlich für alle Rallyefans wieder ein spannender Kampf werden. Gerade für die vielen Zuschauer sind die Rundkurse natürlich genial.“
Peter Corazza (Oelsnitz)
„Wir sind natürlich als Führende in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) in der Rolle des Gejagten. Leider ist in diesem Jahr kein schlechtes Wetter, das unserem Allradler entgegen kommen würde. Wir möchten natürlich unsere Titelchancen waren und am Ende mindestens unter den ersten fünf sein. Die Wertungsprüfung ‚Lebacher Land’ ist super schön und eine tolle Bereicherung für die Rallye. Aber man muss da besonders aufpassen, sich keinen Plattfuß einzufangen.“
Hermann Gassner junior (Surheim)
„Wenn wir noch den Titel in der DRM gewinnen möchten, müssen wir hier angreifen. Noch nicht am heutigen Abend, aber morgen auf den Start-Ziel-Prüfungen werden wir volle Attacke fahren. Freuen tue ich mich auf die neue WP ‚Lebacher Land’, da gibt’s wenigstens richtig viel Schotter. Wäre schön, wenn es noch mehr Prüfungen mit einem hohen Schotteranteil gäbe.“
Olaf Dobberkau (Schleusingen)
„Wir sind hoch motiviert. Es wird allerdings wieder wahnsinnig schwer werden, weil alle da vorn ganz eng beieinander liegen. Die Strecken sind auch nicht unbedingt nur für unseren Porsche geeignet. Trotzdem wollen wir um die Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden – daher werden wir alles geben.“
Tim Stebani (Essen)
„Es ist jetzt unser 2. Start bei der ADAC Saarland-Rallye. Die Prüfungen gefallen mir gut, vor allem die Nachmittagsschleife am Samstag finde ich recht selektiv. Wir haben leider keine großen Titelchancen mehr, möchten aber auf jeden Fall unseren Opel Corsa OPC weiter entwickeln. Ich denke, wir werden hier viel Spaß haben – und die Fans hoffentlich auch.“
Hugo Arellano (Luxemburg)
„Ich bin froh, endlich den Suzuki Swift Super 1600 zu fahren. Das sind rund 100 PS mehr als in unserem seriennahen Swift. Das Auto ist schon gigantisch und macht wahnsinnig viel Spaß. Wir werden uns langsam an die Grenzen herantasten. Vorrangig möchten wir Freude am Fahren haben – gute Zeiten werden sich dann sicherlich einstellen.“
Lars Mysliwietz (Piesbach)
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen schnellster Dieselpilot der Veranstaltung werden. Das Auto erfordert allerdings eine komplette Umstellung unseres Fahrstils. Ich hoffe, dass wir uns ziemlich schnell darauf einstellen werden – dann können wir sicherlich auch ein paar C2 R2 – Piloten ärgern.“